Nachbehandlung von Frakturen

Die Wachstumsreserve an knöchernen und Weichteilstrukturen erklärt die überwiegend günstige Prognose aller Verletzungen im Kinder- und Jugendalter. Das Muskel- und Sehnengewebe ist elastisch, das Knorpelgewebe ist bis zum Wachstumsalter teilungsfähig und kann daher traumatisch bedingte Defekte verschließen, und der kindliche Knochen unterscheidet sich von demjenigen des Erwachsenen durch die Wachstumszonen, die knorpeligen Epiphysenregionen, die eine Diagnosestellung erschweren können, und durch die rasche Frakturheilung, die zu einer überwiegend konservativen Therapiestrategie führt.

Eine anschließende physiotherapeutische Behandlung unterstützt die Wiederherstellung des Muskelgleichgewichts, der Gelenkbeweglichkeit und die Funktionsabläufe des entsprechenden Körperteils.

Entwicklungsförderung von Säuglingen und Kindern mit angeborenen Herzfehlern

Säuglinge und Kinder mit angeborenen Herzfehlern profitieren von einer physiotherapeutischen Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage, z. B. nach Bobath. Diese Patienten haben oftmals einen langen und schwierigen stationären Krankenhausaufenthalt hinter sich, und sind aufgrund der Begleitumstände gelegentlich in ihrer motorischen Entwicklung verzögert.

Bei älteren Kindern mit kardiologischen Erkrankungen kann ein einfühlsames kardio-pulmonales Training den Leistungsstand verbessern.

Kinderrückenschule

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit „Nummer 1“, deren Ursache meist schon in der Kindheit und Jugend zu finden ist.

Bis zum 4./5. Lebensjahr bewegen sich Kinder rückenfreundlicher als Erwachsene, dann fangen sie an die ungesunden Verhaltensweisen der Bezugspersonen zu übernehmen. So werden jahrelang die Bandscheiben überfordert, weil Ihnen niemand richtiges Heben, Tragen und Bücken erklärt.

Laut dem „Bundesarbeitskeis für haltungs- und bewegungsauffällige Kinder und Jugendliche e.V.“ hat jedes zweite Kind im Grundschulalter bereits Haltungsschäden, womit oft auch Körperwahrnehmungs-, Gleichgewichts- und Koordinationsschwächen einhergehen.

Man unterscheidet die Haltungsschwäche und den Haltungsfehler:

Haltungsschwäche liegt vor, wenn die aufrechte Haltung mit vorgehaltenen Armen weniger als 30 Sekunden eingenommen werden kann ( Haltungstest nach Matthias ).Die aufrechte Haltung des Menschen erfordert Arbeit der Rumpfmuskulatur gegen die Schwerkraft.

Unter Haltungsfehler versteht man die krankhafte Haltungsänderung, die mit strukturellen Veränderungen der Wirbelsäule einhergeht. Diese sind mit Einschränkungen der Beweglichkeit und mit einer Achsenabweichung verbunden.

Zu den Haltungsfehlern zählen Rundrücken, Hohl – Rund – Rücken und der Flachrücken. Der Morbus Scheuermann, dem eine Aufbaustörung der Wirbelkörper zugrunde liegt, zählt ebenfalls zu den kindlichen Haltungsfehlern der Wirbelsäule.

 

Physiotherapeutische Behandlungsziele:

  • Haltungsschäden durch Aufklärung vorzubeugen,
  • Kräftigung der Rumpfmuskulatur
  • Dehnung der Rumpfmuskulatur zur Erhaltung des vollen Bewegungsausmaßes
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Verbesserung des Gleichgewichts
  • Verbesserung der Koordination
  • Falschen Lebensweisen vorzeitig entgegen zu wirken
  • Spaß an Bewegung vermitteln im Zeitalter des „Bewegt werden“

 

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Krankengymnastik

superadmin
28. Januar 2015
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