Erkrankungen des kindlichen Hüftgelenks und des Beckens

Zu den im Kindesalter typischen Erkrankungen des Hüftgelenks und des Beckens zählen in erster Linie:

  • Hüftdysplasien und- luxationen
  • Morbus Perthes, und
  • die Epiphysiolysis capitis femoris

Neben den konservativen oder operativen ärztlichen Maßnahmen ist eine begleitende Physiotherapie unerläßlich. Im Vordergrund stehen dabei ein gezieltes Training der das Hüftgelenk umgebenden Muskulatur und ein Koordinationstraining.

Außerdem profitieren Säuglinge von einer Entwicklungsförderung auf neurophysiologischer Grundlage nach Bobath, und Kinder im Laufalter von einer Gangschulung.

Klumpfuß

Der angeborene Klumpfuß ist eine komlpexe Fehlstellung der aktiven und passiven Strukturen des Fußes. Er stellt die zweithäufigste Skelettfehlbildung dar und kommt bei Jungen doppelt so häufig vor wie bei Mädchen.

Für eine erfolgreiche Therapie ist ein früher Beginn bereits im Säuglingsalter unerlässlich. Im Vordergrund stehen dabei redressierende Maßnahmen durch Gipse und Schienen. Lassen sich die Fehlstellungen nicht beseitigen, kommen auch operative Maßnahmen in Betracht. Eine begleitende Physiotherapie des Klumpfußes ist unerlässlich.

Physiotherapeutische Behandlungsziele:

  • Entwicklungsförderung auf neurophysiologischer Grundlage, z.B. nach Bobath
  • Herstellen eines muskulären Gleichgewichts durch Dehnung und Kräftigung
  • Verbesserung der Koordination
  • Verbesserung der Sensibilität
  • Beinachsenkorrektur
  • Bei älteren Kindern auch Verbesserung des Gangbildes

Das Endziel der redressierenden und physiotherapeutischen Behandlung ist ein frei beweglicher Fuß mit normaler Stellung vor dem Laufbeginn, und somit eine intakte Fußfunktion und Belastungsfähigkeit.

Fußdeformitäten

  • Klinisch werden zahlreiche Fußdeformitäten beschrieben:
  • Spreizfuß, Knick- Senk-Fuß, Plattfuß, Hohlfuß, Syndaktien, etc.
  • Bei diesen Deformitäten kommt es zu einer Veränderung des Längs- und Quergewölbes und der Zehenstellung.
  • Daraus resultiert oft eine verschobene Beinachse und damit ein verändertes Gangbild.

Physiotherapeutische Behandlungsziele:

  • Dehnung und Kräftigung der Fußgewölbemuskulatur
  • Verbesserung bzw. Erhalt der Gelenkbeweglichkeit, z.B. mit Manueller Therapie
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Beinachsenkorrektur
  • Korrektur des Gangbildes.
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superadmin
28. Januar 2015
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